Geschichte der SBB

Ein Zeitstrahl von den Anfängen bis heute

Tauchen Sie ein in die faszinierende Geschichte der Schweizer Eisenbahnen. In unserem Zeitstahl finden Sie spannende Beiträge rund um das Thema. Entdecken Sie Archivbilder, Objekte und bedeutende Ereignisse, die die Schweizer Bahngeschichte geprägt haben.

Farbige Grafik «Die Schweizerbahnen dem Schweizervolk!»: Helvetia mit Palmzweig zwischen fünf Porträts, Abstimmung vom 20. Februar 1898

1902

Entstehung der SBB

Nach dem «Ja» zur Bundesbahn in der Volksabstimmung von 1898 übernimmt die SBB am 1. Januar 1902 den Betrieb und die Verwaltung der ersten Privatbahnen. Dieses Datum gilt als offizieller Geburtstag der Schweizerischen Bundesbahnen.

Iselle: Le bâtiment aux voyageurs avec l'entrée du tunnel du Simplon, 1906

1906

Fertigstellung des Simplontunnels

Mit der Übernahme der Jura-Simplon-Bahn übernimmt die junge SBB auch den Bau der grenzüberschreitenden Tunnelverbindung zwischen Brig und Domodossola. 1906 wird der damals längste Eisenbahntunnel der Welt fertiggestellt.

Andere Verladeordnung für zwei komplette Geschütze Darin: Haubitzen Abteilung 28 Original: Negativ; Glasplatte; Silberbromid; 13x18cm Signatur: CH-BAR#E27#1000/721#14095#3496*

1914

Ausbruch des Ersten Weltkriegs

Der Erste Weltkrieg stellt die SBB vor grosse Herausforderungen. Grenzüberschreitender Verkehr und Kohleversorgung brechen ein, gleichzeitig übernimmt die Bahn wichtige Aufgaben für die Landesversorgung.

Elektrifikation Gotthard: Strecke Faido - Lavorgo, Bahnarbeiter bei der Installation von Fahrleitungen, ca. 1923

1918

Entschluss zur Elektrifizierung

Als Folge des Ersten Weltkriegs beschliesst die SBB, ihr gesamtes Streckennetz schrittweise zu elektrifizieren. Strom aus Schweizer Wasserkraft soll die Abhängigkeit von importierter Kohle verringern.

Elektrifikation Gotthard: Depot Erstfeld, Fahrleitungen, ca. 1923

1922

Elektrifizierung der Gotthardstrecke

Nur vier Jahre nach dem Entscheid zur Elektrifizierung ist die Gotthardstrecke bereits vollständig elektrifiziert. Als wichtigste Alpenverbindung der Schweiz wird sie zum Rückgrat des internationalen Transitverkehrs.

CLe 2/4 201, Roter Pfeil, in Weinfelden, 1935

1935

Aufstieg der «Roten Pfeile»

Die stromlinienförmigen Leichttriebwagen setzen neue Massstäbe im Regionalverkehr. Sie sollen die Bahn gegenüber dem aufkommenden Automobil konkurrenzfähig halten und werden zum Symbol moderner Mobilität.

Ae 8/14 11852 an der Landesausstellung 1939

1939

Die stärkste Lokomotive der Welt

An der Landesausstellung 1939 präsentiert die SBB mit der Ae 8/14 die damals stärkste Lokomotive der Welt. Die «Landi-Lok» steht für technische Spitzenleistung und wird zum Symbol der «Geistigen Landesverteidigung».

2. Kriegsmobilmachung, Soldaten auf den offenen Plattformen von Personenwagen, 1940

1939

Ausbruch des Zweiten Weltkriegs

Die SBB stellt auch während des Kriegs die Mobilität der Schweiz sicher. Sie übernimmt wichtige Aufgaben für Landesversorgung und Mobilmachung und hält den Bahnverkehr trotz schwieriger Rahmenbedingungen aufrecht.

Probefahrten Nachbau Spanisch-Brötli-Bahn, 1947

1947

100 Jahre Schweizer Bahnen

Zum Jubiläum der Schweizer Eisenbahnen lässt die SBB einen Nachbau der «Spanisch-Brötli-Bahn» von 1847 fertigen. Der historische Zug wird zum Publikumserfolg und begeistert auf seiner Rundfahrt durch das Land über 300‘000 Fahrgäste.

Zürich Versandhalle: Sammelplatz Paletten Güterexpedition, 1952

1951

Durchbruch der SBB-Standardpalette

Mit ersten Versuchen legt die SBB den Grundstein für den standardisierten Warentransport. Die Standardpalette ermöglicht schnellere Abläufe und effizientere Transporte und wird dank des Engagements der SBB später international zum Standard.

Personenwagen 3. Klasse, Nr 830, Innenansicht, ca. 1915–1930

1956

Abschaffung der 3. Klasse

Mit der Umstellung vom Drei- auf das Zweiklassensystem leitet die SBB das Ende der «Holzklasse» ein. De facto wird dabei die bisherige 1. Klasse abgeschafft: Die alte 2. und 3. Klasse werden aufgewertet und bilden neu die beiden Reiseklassen.

Basel SBB: Bahnhofhalle, Billettautomat Typ Sodeco, 1966

1963

Einführung von Billettautomaten

Nach ersten Versuchen ab 1961 bestellt die SBB 1963 rund 300 Billettautomaten. Ab 1966 vereinfachen sie an Bahnhöfen den Billettkauf und markieren einen wichtigen Schritt zur Automatisierung des Kundenservices.

Letzte offizielle Dampflokfahrt der SBB, Extrazug mit Dampflokomotive C 5/6 Nr 2969 in der Bahnhofhalle Zürich HB, 1968

1968

Letzte reguläre Dampffahrt der SBB

Fünfzig Jahre nach dem Entscheid zur Elektrifizierung endet mit der letzten regulären Dampffahrt am 30. November 1968 die Ära der Dampflokomotiven. Die elektrische Traktion übernimmt nun endgültig den Eisenbahnbetrieb.

Re 6/6 11602, Prototyp, ohne Wappen, Typenbild, 1972

1972

Auslieferung der ersten Re 6/6

Mit der Re 6/6 erhält die SBB eine der leistungsstärksten Elektrolokomotiven ihrer Zeit. Sie ist speziell für den schweren Güterverkehr über den Gotthard entwickelt und ist teilweise noch bis heute im Einsatz.

Drucke zu Kursbuch und Einführung Taktfahrplan, 1982

1982

Einführung des Taktfahrplans

Die Vision von drei SBB-Mitarbeitenden macht möglich, was lange als undenkbar galt: Der Taktfahrplan. «Zu jeder Stunde ein Zug in jede Richtung.» Mit regelmässigen Verbindungen und optimierten Anschlüssen prägt das System den öffentlichen Verkehr der Schweiz bis heute.

SBB Tagungszentrum Centre Loewenberg (ehemals Ausbildungszentrum Löwenberg), 2006

1983

Eröffnung Centre Loewenberg

Mit dem Ausbildungszentrum Löwenberg schafft die SBB eine zukunftsorientierte Plattform für die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden. Praxisnahe Lern- und Übungsumgebungen sowie der Einsatz modernster Technik machen das Zentrum zum zentralen Lernort für die Bahnberufe.

Das Gescheiteste, was Sie für einen Hunderter haben können. Das neue 1/2-Preis-Abo. \ In Zukunft die Bahn. Ihre SBB, 1986

1987

Halbtax-Abo für 100 Franken

Mit der Lancierung des Halbtax-Abos für 100 Franken erzielt die SBB einen unerwarteten Erfolg: Das Ziel von einer Million verkaufter Abos wird weit übertroffen. Fast ein Drittel der Schweizer Bevölkerung besitzt bald ein Halbtax.

Reisende in Zürcher S-Bahn Doppelstockpendel am Zürich HB, 1989

1990

Betriebsaufnahme S-Bahn Zürich

Die erste S-Bahn der Schweiz nimmt ihren Betrieb auf. Unter dem Eindruck des Waldsterbens wird der öffentliche Verkehr in den 1980er-Jahren gezielt gefördert. Mit dem Zürcher Verkehrsverbund beginnt 1990 das Zeitalter der S-Bahnen und Tarifverbünde in den Agglomerationen.

Zürich HB, 1996

1999

Neuorganisation der SBB

Mit der Bahnreform wird die SBB zur spezialgesetzlichen Aktiengesellschaft im Besitz des Bundes. Die neue Organisation stärkt Effizienz, Innovationskraft und Kundenorientierung und schafft die Grundlage für eine moderne, vernetzte Bahn.

Bahn 2000 Festivitäten, Schnupperfahrt auf der Neubaustrecke, 2004

2004

Inbetriebnahme Bahn 2000

Am 12. Dezember 2004 geht mit Bahn 2000 der grösste Fahrplanwechsel der Schweizer Bahngeschichte in Betrieb. Die neue Strecke Mattstetten–Rothrist als Kernstück des Projekts verkürzt viele Reisezeiten und ermöglicht eine effizientere Vernetzung des Schweizer Bahnnetzes.

Ein- und ausfahrende Züge im GBT beim Nordportal Rynächt, 2016

2016

Eröffnung Gotthard-Basistunnel

Der längste Eisenbahntunnel der Welt wird eröffnet. Als Herzstück der NEAT verkürzt er die Alpenquerung, verbessert die internationalen Verbindungen und stärkt den Güter- und Personenverkehr auf der Nord-Süd-Achse.

Jetzt in 1 Stunde 31 Minuten nach Lugano. \ sbb.ch/ceneri \ SBB CFF FFS, 2020

2020

Eröffnung Ceneri-Basistunnel

Mit der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels wird die Neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) vollendet. Zusammen mit den Basis­tunneln am Lötschberg (2007) und Gotthard (2016) verkürzt sie die Reisezeiten zwischen Nord- und Südschweiz deutlich.

Bahnhof Bern, 1. Januar 1901. Der erste offizielle SBB-Zug ist angekommen und bald bereit für die Weiterfahrt Richtung Westen. Im Bild uniformiertes Bahnpersonal vor der geschmückten Dampflok B 3/4 225, 1901

2027

125 Jahre SBB

Täglich sorgen rund 35'800 Mitarbeitende dafür, dass 1,43 Millionen Reisende sicher und pünktlich auf einem 3'258 Kilometer langen Schienennetz mit rund 800 Bahnhöfen und Haltestellen unterwegs sind.